Sekundenschlaf im Lektorat

Klassiker unter den CD-Schubern, zugleich Beweisstücke für den Sekundenschlaf, der auch Lektoren zuweilen übermannt.
Auf dem ersten Exemplar bin ich immer wieder begeistert über die Titel der Motetten: „Singet dern Herrn ein nettes Lied“ und
„Lobet den Herren, aile Heiden“. Das hätte nur noch „Jesu, meine Freundin“ toppen können…

Und auf dem zweiten Exemplar finde ich – neben etlichen anderen Kleinigkeiten – vor allem folgendes erwähnenswert:
1. Aus Sebastian Knüpfer wird im Laufe der CD Sebastian Kntipfer.
2. Die Kantate mit dem schönen Titel „Ans der Tieffen rufe lich, Herr zu dir“.
3. So schnell wird aus „O heilige Zeit“ das Gegenteil, nämlich „0 (in Worten: Null) heilige Zeit“…
4. Der Kollege „Wilfiied“ Jochens hat offenbar den Setzer bestochen, um seine Stimmfachbezeichnung hervorheben zu lassen.

Tierische Volksmusik eines alten Australiers

Es folgen drei Beispiele fehlgeleiteter Orthographie, die mit meiner hauptberuflichen Tätigkeit zu tun haben.

1. Ersetze „Vokalmusik“ durch untenstehenden Begriff, und gleich klingt es viel heimeliger – nur die Zielgruppe ändert sich unter Umständen:

2. Es war kein Flohzirkus, der da das Neuruppiner Amtsgericht beehrte, allerdings hatten die Anzüge von amarcord auch keine sichtbaren Löcher, das sei beruhigend erwähnt:

3. Aus einer Zeit, als das Calmus Ensemble noch nicht den Namen hatte wie heute, dieser aber offenkundig auch nur telefonisch übermittelt worden war. Allerdings war der Veranstalter möglicherweise mit Nachfahren von Carl Mus verwandt, und es handelte sich lediglich um einen Freudschen Fehler, das ist heute leider nicht mehr nachvollziehbar. Jedenfalls sang damals für Sie: