Kuriosologen

Da die Welt glücklicherweise übervoll von Kuriosem zu sein scheint, bin ich auch bei weitem nicht der Einzige, der sich dem Sammeln von diesen Dingen verschrieben hat. Ähnliche, aber auch ganz anders geartete, auf jeden Fall sehr unterhaltsame Preziosen will ich deshalb hier in ungeordneter Reihenfolge empfehlen.

Der BarbierBlog hat sich die Dokumentation der schier unerschöpflichen KreHAARtivität auf dem Gebiet der Friseurnamen zur Aufgabe gemacht, weshalb ich ihn auch sehr gern dabei unterstütze und mit Nachschub versorge.

Eine weitere Spezialisierung findet man bei den Perlen des Lokaljournalismus, der Name spricht ja schon für sich.
In eine ähnliche Richtung geht eine ganz wunderbare Sammlung von Bildunterschriften aus Fernsehzeitungen – großartig!

Die Unmoralische versammelt eine riesige Anzahl an mutmaßlich echten Namen: von Personen genauso wie von Orten. Allerdings werden hier m.E. die Namen nicht so penibel überprüft, wie die Betreiber der leider momentan nicht funktionierenden bzw. unter dem Link nur auszugsweise zitierten Seite Echte Namen das wohl taten. Aber lustig ist es allemal.

So richtig echte Namen kann man aber bei Chantalismus bestaunen, und man fragt sich unwillkürlich, ob die Beispiele dort tatsächlich Ausdruck elterlicher Liebe sein sollen…

Einen wunderschönen Zeitvertreib bietet auch The Useless Web, wo man durch drücken eines schönen rosafarbenen Buttons auf eine zufällig ausgewählte und vollkommen nutzlose Website weitergeleitet wird.
Eine noch größere Auswahl bei Nutzung desselben Prinzips scheint die Seite The Useless Web Index zu bieten.
Nicht in diesen Sammlungen enthalten ist leider dieser Onlineshop, aber ich finde, er gehört unbedingt dazu!

Ein Hauptstadtphänomen dokumentiert die Seite Notes of Berlin, die nach eigener Aussage „eine Hommage an all die Notizen die Berlin tagtäglich im Stadtbild hinterlässt“ darstellt.
Etwas sehr ähnliches gibt es für Hamburg, hier sucht der Autor von Zettelgold aber auch noch nach den Geschichten hinter den Aushängen.
Sehr unterhaltsam und durchaus vielschichtig.

Gleich mehrere Seiten sammeln im negativen Sinne bemerkenswerte CD-Cover (die sich natürlich teilweise doppeln, über schlechten Geschmack ist man sich offenbar einig):
– das Museum of Bad Album Covers
– ein gewisser Steve Carter
– eine BoredPanda-Seite
– der RollingStone
– und auch der Musikexpress.
Hübsch häßlich!

Sehr interessant ist die Sammlung Local People With Their Arms Crossed, die ein mir selbst bis dato unbekanntes Phänomen beleuchtet und sehr eindrucksvoll bildlich belegt. Zwischenzeitlich war sie nur noch nach Login erreichbar, mittlerweile scheint sie wieder allgemein verfügbar zu sein. Welch ein Glück!

Dann wären da noch die Dinge mit Gesicht – Alltagsgegenstände, die ihre Umgebung genau im Blick haben.
Nicht zu vergessen: die einsamen Stühle im CERN, die zwar meistens kein Gesicht haben, denen aber im entsprechenden Blog ein solches gegeben wird.

Selbst Wikipedia sammelt „Ungewöhnliches, Kurioses oder Witziges“: im entsprechenden Kuriositätenkabinett – haben Sie denn bisher schon einmal von der „Brötchentütennavigation“ gehört?

Und wo Wikipedia mitmischt, will die renommierte FAZ nicht zurückstehen: in einem eigenen Blog werden permanent und mit täglichen Updates immer wieder neue und kuriose Netzfundstücke präsentiert. Lesenswert!

Eine schöne kleine Auszeit vom ganzen Internet-Wahnsinn bietet zu guter Letzt eine Nichts-Tu-Seite, die jedes Zucken mit einem „try again“ bestraft.

to be continued…

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